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GUF HA-NESCHAMOT - Die Halle der Seelen

Willst Du geboren werden?

Spielfilm D 2003 - 37 Min.
Regie  Stephan Winkler

Guf Ha-Neschamot
„Raum, in dem sich die Seelen der noch nicht geborenen Menschen befinden"

aus dem babylonischen Talmud, Jebamot 62a

Was geschieht mit einem Menschen, der sich vor seiner Geburt ein paar Stunden auf der Erde umblicken darf ? Was geschieht, wenn er sich entscheiden kann, ob er den Lebensweg antreten will oder nicht ?

Produktionsformat: 35 mm  Bildformat: 1:1,85  Tonformat: Dolby Digital
 

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KURZBESCHREIBUNG


Was passiert mit uns, wenn wir sterben? Wie sieht das Jenseits aus? Was folgt auf den Tod? Diese Fragen wurden im Verlauf der menschlichen Geschichte immer wieder gestellt. Etliche Filme liessen mögliche Antworten auf diese Fragen auf der Leinwand wahr werden. Was aber würde passieren, wenn ein Mensch nicht nach seinem Tod auf das Leben zurück blicken, sondern schon vor seiner Geburt dem Leben einen Besuch abstatten könnte? Würde er am Ende seiner Visite gar beschliessen, es sei besser, nicht geboren zu werden?

„Guf Ha-Neschamot - Die Halle der Seelen“ wagt den Realitätstest: P. darf sich für einen Tag auf der Erde umsehen, noch bevor er geboren – ja, bevor er überhaupt gezeugt ist. Von Beginn an sieht P. sich mit Situationen und Erlebnissen konfrontiert, die ihm unbekannt und unverständlich sind: Ein liebeswütiger Hund verfolgt ihn durch einen Park; ein Jogger fühlt sich von ihm aufs Gefährlichste bedroht; farbiges Flimmer-Feuerwerk aus TV-Schirmen verwirrt seine Sinne und eine seltsame Zigarrette macht das Ganze nicht unbedingt einfacher. Nur langsam erschliessen sich Zusammenhänge und Bedeutungen all’der Gegenstände, der Begegnungen und Eindrücke.

P. nimmt ein kleines Päckchen mit weichen Gummikreisen an sich, das eine junge Frau verliert. Fortan versuchter beharrlich, den Sinn dieser Dinge zu entschlüsseln. Eins davon kaut er wie ein Kaugummi, ein anderes bläster auf wie einen Luftballon – doch keine Anwendung scheint richtig zu sein. Als ein ziemlich cooler Typ ihm schliesslich das letzte Gummi entwendet, scheint die einzige verbliebene Chance in Gefahr, die Bedeutung dieser Gummis zu enträtseln. P. hat nur noch ein Ziel: Er muss es zurück bekommen! Denn wenn er das Geheimnis der Kondome lüften könnte, so würde er dem Schlüssel zum Verständnis des Lebens bestimmtein großes Stück näher kommen.

Immer wieder begnet P. der jungen Frau, die die Kondome verloren, und dem Mann, der ihm das Letzte weggenommen hat. Er kann es sich nicht erklären, aber er fühlt sich stark zu den Beiden hingezogen. Warum fasziniert ihn diese Frau, dieser Typ? P. weiß noch nicht, dass diese zwei Menschen ein Paar sind - und von großer Bedeutung für sein späteres Leben.

Seine kleine Reise durch die Stadt führt P. in witzige Missverständnisse und bezaubernde wie auchtragische Momente. Hin- und hergerissen, erreicht P. am Ende sein Ziel: Er kann sein letztes Kondom vondem Typen zurück erobern – und bewirkt dadurch unbewusst seine eigene Zeugung und Geburt...

Und wer nach „Guf Ha-Neschamot - Die Halle der Seelen“ in die Runde blickt, kann sich ruhig einmal die Frage stellen, wer im Publikum denn wirklich ein Sterblicher ist – und wer nur kurz zu Besuch im Diesseits weilt...

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